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Prozesstermin abgesagt (So, 03 Mär 2013)
Der Prozesstermin am 7.3. in Ribnitz-Damgarten gegen einen Gleisblockade-Aktivisten wurde überraschend zum 2.Mal abgesagt. Sollten sich unsere Aktivitäten im Vorfeld schon ausgezahlt haben? Im Februar 2011 stoppte der Castor auf seinem Weg von  Karlsruhe nach Lubmin nahe Ribnitz-Damgarten. Hintergrund zu Blockade und Öffentlichkeitsarbeit zum Prozess: Der "Atomausstieg" ist kein Ausstieg. Zwar sollen in den kommenden Jahren die Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Doch: In Deutschland werden weiterhin Brennelemente hergestellt (Lingen). Über deutsche Häfen werden Brennelemente verschifft. Weiterhin gibt es keine Antwort auf die Frage nach der Endlagerung von Atommüll, der im laufenden Betrieb anfällt. Castor- und sonstige Atomtransporte sind ein tägliches Risiko. http://www.contratom.de <http://www.contratom.de/> Castor-Blockaden sind eine symbolische Demonstration gegen Atomtechnologien. Sie verweisen auf die Gefahren der Transporte und der Nutzung von Atomkraft. Die bereits angekündigte Demo in Ribnitz-Damgarten am Donnerstag entfällt. Aber: Aufgeschoben ist noch nicht aufgehoben... show must go on! Aktionswillige sind herzlich eingeladen, sich an den Vorbereitungen für die Jahres- und Gedenktage von Fukushima und Tschernobyl zu beteiligen! (siehe auch Rubrik -Straßentheater-)
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Atomenergie: Hafentransporte bleiben gefährlich (Do, 31 Jan 2013)
Tonn mit Radioaktiv-ZeichenLetzten Donnerstag (24.01.2013) fand im Peter-Weiss-Haus Rostock eine Informationsveranstaltung bezüglich der Transporte von radioaktiver Fracht über Ostseehäfen, wie den von Rostock statt. Das Rostocker Antiatomnetzwerk klärte dabei erneut über die Risiken der Verfrachtung von Rohstoffen für die Herstellung von Brennelementen, und neuen unbestrahlten Brennelementen auf dem Seeweg auf. Dabei handele es sich nicht nur um die Gefahr der radioaktiven Belastung durch ionisierende Strahlung, die bei einem Unfall frei werden könnte, sondern ebenso um sehr ernsthafte Folgen die von Stoffen wie Uranhexaflourid und seiner hochtoxischen Reaktionsprodukte mit Wasser ausgehen würden. Derartige Transporte über die Ostseehäfen, via LKW auf Passagierfähren, finden regelmäßig mindestens seit 2006 auch über Rostocker Stadtgebiet statt – bis 2010 ohne Information der Öffentlichkeit. Eine Anfrage der Grünen-Fraktion der Rostocker Bürgerschaft bei der Stadtverwaltung brachte Licht ins Dunkel. Seither gab es zwei Beschlüsse der Rostocker BürgervertreterInnen, dass es keine derartigen Transporte durch Rostock mehr geben soll. Diese sind jedoch bis heute nicht eingestellt worden. Einen speziellen Katastrophenplan gebe es nicht. Laut Aussagen der Rostocker Stadtverwaltung, der Oberbürgermeister Roland Methling vorsteht, ist es nicht möglich diese Beschlüsse in der Hafenbetriebsordung umzusetzen, da auch das Land Mecklenburg-Vorpommern zu 25% Anteilseigner an der Hafenbetreibergesellschaft HERO ist. Die Stadt hat dreiviertel der Anteile inne. Andere deutsche Hafenstädte, wie Wilhelmshaven, Emden, Lübeck und zuletzt auch Bremen haben eine solche Hafenteilumwidmung zum Verbot derartiger Transporte durchgeführt. Mitte Januar 2013 hat erst Bremen sein Haltung darin bestärkt, indem es einen Antrag auf Sondergenehmigung zur Durchführung eines Transports von radioaktiven Stoffen ablehnte. Wie um die Ernsthaftigkeit der Lage zu verdeutlichen, kam es ebenso am Donnerstag zu einem Zwischenfall. Zum Glück ist bei dem Brand eines LKW auf dem Parkdeck der Fähre „Stena Nautica“ der Fährreederei Stena-Line keiner der 117 Menschen an Bord verletzt worden. Seit Oktober vergangenen Jahres ist u.a. die Fährlinie Rostock-Trelleborg, auf der die Atomtransporte regelmäßig auf Passagierfähren von Scandlines durchgeführt worden, an Stena-Line verkauft. Pressemitteilung des Rostocker Antiatomnetzwerks, 27.01.2013
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Erfolg vor Gericht - Sitzblockade-Prozess eingestellt (Do, 31 Jan 2013)
Nach zwei Verhandlungstagen wurde der Prozess gemäß § 47 Abs. 2 OwiG gegen einen Anti-Atom-Aktivisten, der an einer Sitzblockade beim Castortransport nach Lubmin 2010 teilgenommen hatte, eingestellt. Kämpfen lohnt sich auch vor Gericht! Den nächsten Castor-Prozess gibt es am Donnerstag, den 07.März 2013 um 10Uhr im Amtsgericht Ribnitz-Damgarten. Der angeklagte Anti-Atom-Aktivist hatte sich beim Castortransport im Februar 2011  auf Höhe Ribnitz-Damgarten an die Schienen angekettet. Quelle: nirgendwo.info Foto: subkontor
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Rückblick und Spendenaufruf des Anti-Atom-Bündnis NordOst 2012 (Di, 11 Dez 2012)
12. Dezember 2012 Foto: Segeltörn von Stockholm nach Greifswald im Aug/Sep 2012: 40 Anti-Atom-Aktivisten aus Weißrußland, Litauen, Polen, Schweden, Rußland und Deutschland Mit einem Rückblick über das Jahr 2012 wollen wir die Aktivitäten des Anti-Atom-Bündnis NordOst zusammenfassen und gleichzeitig zu Spenden aufrufen, um laufende Kosten decken zu können. Wer von der BI Kernernergie aus Greifswald/ Lubmin hätte 1990 damit gerechnet, dass zwei Generation später wieder hunderte Menschen vor den Toren des Zwischenlagers Lubmin demonstrieren. Damals ging es um den Bau des atomaren Lagers – heute um den Dauerbetrieb sowie um den Ausbau verbunden mit neuen Atommüll-Transporten. Seit 2010 ist im NordOsten viel passiert. Zwei Castor-Transporte im  winterlichen Dezember 2010 und Februar 2011 wurden mit vielfältigen und kreativen Aktionen wie Diskussionsveranstaltungen, Straßentheater, Sitzblockaden, Ankettaktionen und vielem Mehr entgegnet.  In vielen Städten folgten im März 2011 Fukushima-Mahnwachen und ein Fahrrad-Treck von Schwerin nach Lubmin. Die bewegten Ereignisse wurden in der Doku „Anti Radio-Aktiv im Nord-Osten“ vom Medienkollektiv Manfred (mkm) zusammengetragen. Du kannst sie mit einer Mail an willhaben@systemausfall.org bestellen. Menschen aus Greifswald können bei moosmutzel@posteo.de eine DVD bekommen. Das Jahr 2012 stand beim Anti-Atom-Bündnis NordOst im Fokus der Vernetzung. Es wurden viele Kontakte nach Polen geknüpft und an mehreren Demonstrationen gegen den geplanten Bau eines neuen AKWs an der polnischen Ostsee teilgenommen. Mit vielen anderen Organisationen wurden 50.000 Einwendungen gegen den AKW-Neubau gesammelt. Höhepunkt war ein Schiffstörn von Stockholm nach Greifswald unter dem Motto „GO NETwork ACTogether – mit der Kraft des Windes in eine atomkraftfreie Zukunft“, an dem zahlreiche internationale Anti-Atom-Aktivisten teilnahmen, um sich zu vernetzen und während der Fahrt Aktionen zu machen. Dieses Jahr gab es im April einen Atommüll-Transport vom AKW Obrigheim nach Lubmin. Es ist gelungen, entlang der ganzen Strecke immer wieder Mahnwachen  und Aktionen zu organisieren und das Binnenschiff auf seiner 12tägigen Fahrt durch schwimmende Hindernisse oder Kletteraktionen an der Weiterfahrt zu behindern. Die Zeit der heimliche Atommülltransporte in den NordOsten sind vorbei. Dies gilt natürlich auch für die Atomtransporte über den Rostocker Hafen, die trotz Bürgerschaftsbeschluss noch keine Ende haben. Eine weitere Doku des mkm hat Proteste und Hintergründe zusammengefasst. „You can be sure... ist unter: www.lubmin-nixda.de zu sehen. Kontinuierliche Arbeit und kreative Aktionen sind durch großes ehrenamtliches Engagement möglich. Trotzdem gibt es zahlreiche Kosten für Material, Infrastruktur, Logistik und viele weitere Dinge, die bezahlt werden müssen. Wir bedanken uns daher sehr über Spenden. Der gemeinnützige Verein BI Kernenergie e.V. kann bei Bedarf gerne eine Spendenquittung ausstellen. Spenden bitte an: Bürgerinitiative Kernenergie e.V.
 Konto-Nr. 3865100 BLZ 12096597 Sparda Bank Berlin Vielen Dank für deine Spende und allen Menschen, die diesen Widerstand so lebendig, vielfältig und bunt gemacht haben. Euer Anti-Atom-Bündnis NordOst  
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Doku jetzt bestellen: "Nix da! Anti-Radio-Aktiv im Nord-Osten" (Sa, 08 Dez 2012)
08. Dezember 2012 Frisch aus dem Brennwerk ist bei uns ein Stapel der DVDs "Nix da! Anti-radioaktiv im Nord-Osten" eingetroffen. Die ca. 45-minütige Doku von Medienkollektiv Manfred (MKM) beschäftigt sich mit unsere Protesten, unserem Widerstand seit dem ersten Lubmin-Castor. Lohnt sich zu sehen und zu verschenken, füllt unsere Aktionskassen und macht Spaß! Richtwert wäre so 5-20 € pro DVD. Gerne mehr, gerne weniger: Nach eigenem Ermessen! Bestellung unter: willhaben [at] systemausfall.org   Bitte überweist an: Bürgerinitiative Kernenergie e.V. Kontonr. 3865100 BLZ 120 96 597 Sparda Bank Berlin Verwendungszweck: Doku Nix da Ggf. sind Spendenquittungen möglich.
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Hafen-Atomtransporte - kein Ende in Sicht (Sa, 08 Dez 2012)
  Nach der Premiere Ende November 2012 ist die Doku "You can be sure..." vom Medienkollektiv Manfred über die Atomtransporte über den Rostocker Hafen online abrufbar. "Mehrmals im Monat werden atomare Güter, hauptsächlich Unranhexaflourid, über den Rostocker Hafen transportiert. In Zeiten der Energiewende, des Atomausstiegs, wollen wir in einer filmischen Dokumentation zeigen, wie Menschen aus Rostock und anderen Städten mit solchen Transporten umgehen. Dazu haben wir Bürger aus Rostock und Expert_innen befragt und dies in einer kurzen Doku zusammengetragen."
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Zweiter Verhandlungstag im Lubmin-Sitzblockadeprozess (Sa, 08 Dez 2012)
05. Dezember 2012 Auch am zweiten Verhandlungstag des Lubmin Castor Sitzblockadenprozesses kam es nicht zur Verlesung des Bußgeldbescheides und wurde auf unbestimmte Zeit vertagt. Der Prozess begann mit der Verlesung eines Befangenheitsantrages von Seiten des Angeklagten gegen Richtern Ahle. Zitat aus dem Antrag: „ In einem fairen Verfahren säße ich auf keiner Angeklagtenbank. In einem fairen Verfahren fänden viele groß angelegte Verhandlungen auf Augenhöhe statt: Beteiligt wären etwa die im Uranabbau Beschäftigten, oder diejenigen Menschen, die in Uranabbaugebieten leben und von den enormen Verstrahlungsrisiken betroffen sind. Die Hinterbliebenen der 260.000 Todesopfer der Bombardements Hiroshimas und Nagasakis, ebenso wie die Angehörigen der Angestellten der Atomindustrie, deren strahlende Leichen nach Unfällen in der Asse entsorgt wurden (und dies ist kein Schauermärchen) – sie wären dabei. Beteiligt wären auch die zahllosen Eltern, die seit Beginn des zweiten Golfkriegs schwerbehinderte Kinder auf die Welt brachten, nachdem die NATO-Truppen in ihren Gebieten mit abgereichertem Uran geschossen hatten – also mit einem Nebenprodukt der Atomindustrie. Beteiligt wären die Überlebenden der Desaster von Tschernobyl und Fukushima, aber auch die leukämiekranken Kinder aus der Umgebung deutscher und anderer Atomkraftwerke. Beteiligt wären Menschen, die sich eingehend mit den Folgen der Atomindustrie für nichtmenschliche Tiere und die Natur befasst haben und versuchen können, für diejenigen ohne menschliche Sprachkenntnisse zu sprechen. Beteiligt wären Aktivist_innen und Bewohner_innen des Wendlands und anderer betroffener Regionen, die Polizeiknüppeln, Reizgas und anderen Formen von Gewalt ausgesetzt waren, weil sie gewagt hatten, aufzubegehren. Beteiligt an einem fairen Verfahren wären schließlich auch die Chefs der Atomindustrie: Manager_innen von E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW, von Areva, TVO und Tepco. Und ihre Handlanger_innen: Polizeioffiziere, Politikerinnen, Staatsanwälte – und Richterinnen. In vielen solchen Runden könnten dann die Interessen abgewogen und Lösungsansätze entwickelt werden. Profit gegen körperliche Unversehrtheit: Ich habe eine hoffende Ahnung, in welche Richtung eine wirklich faire Verhandlung in dieser Frage tendieren würde. Voraussetzung wäre natürlich die sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerke, der Stopp der Uranförderung und -anreichung. Denn wie könnten wir verhandeln, während die meisten der Betroffenen noch um ihre Gesundheit und den Erhalt ihrer Umwelt fürchten müssen? Ziel der Verhandlung wäre selbstverständlich nicht die Bestrafung Schuldiger, sondern die Lösung der Probleme und ein besseres Leben für Alle. In diesem Sinne ist es nicht sehr sinnvoll, nach Schuld zu fragen: Vielmehr geht es um Verantwortung. Diese verbleibt bei den Bewohner_innen dieser Welt, lange nachdem die Schuldigen verstorben und vergessen sind.“ Überraschenderweise lehnte die vorsitzende Ahle diesen Antrag mit der Begründung ab, er diene lediglich der Prozessverschleppung. Anschließend beantragte der Angeklagte Karl-C. eine Laienverteidigerin (eine Verteidigerin, die sich ihr Juristisches Wissen im Selbststudium angeeignet hat). Die Richterin versuchte den bisher unverteidigten Angeklagten in ziemlich dreister Weise zu erpressen, indem sie durchblicken ließ, dass sie die Verteidigerin nur zulassen werde, wenn durch sie das Verfahren nicht nennenswert verzögert wird. Sprich, wenn sie keine Akteneinsicht beantragt. Auf diesen Vorgang ließ sich der Angeklagte nicht ein und so gab die Richterin den Antrag nicht statt. Daraufhin reichte die beantragte Verteidigerin und der Angeklagte eine Beschwerde ein, die nur von Richter_innen des Landgerichtes bearbeitet werden kann. Woraufhin Frau Ahle das Verfahren nennenswert verzögerte, indem sie den Prozess auf unbestimmte Zeit aussetzte. Nächste Termine:        10. Dezember 2012:         Drei Vorwürfe in einem Prozess...? (ganztägig)     20. Dezember 2012:         Drei Vorwürfe in einem Prozess...? (ganztägig)         Prozess wegen Brückenkletteraktion zum Castor 2008 (ganztägig) Quelle: nirgendwo.info
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Kazuhiko Kobayashi aus Japan wieder auf Vortragsreise durch Europa! (Do, 01 Nov 2012)
Kazuhiko Kobayashi aus Japan wieder auf Vortragsreise durch Europa! Kazuhiko Kobayashi aus Japan macht auf seiner Vortragsreise auch wieder Halt in Greifswald und berichtet ab 20 Uhr im IKuWo (Goethestr. 1) über die aktuelle Situation in Fukushima, die Proteste in Japan und Neuigkeiten zur Atompolitik. Sein Solidarischer Aufruf aus Japan: Tokyo, 9.Oktober.2012 Seit dem Herbst 2011 hat es im Hinblick auf die bürgerlichen Anti-Atom-Bewegungen in Japan inzwischen sehr viele dramatische Entwicklungen gegeben, die ich mir auch zum größeren Teil kaum vorgestellt hatte. Wir haben erlebt, daß Hunderttausende Demonstranten auf Straßen in Tokyo gingen, Junge und Alte, Frauen und Männer, Ehepaare mit kleinen Kindern oder mit Babies in Kinderwagen, Hausfrauen, Büroangestellten, Leute aus Werkstätten, Fabriken, Landwirtschaften. Ich nahm selbst an vielen solchen großen Demonstrationen in Tokyo teil und sah unzählige protestierende Gesichter. Eine echte bürgerliche Protestbewegung in solchen großen Dimensionen gab es in der japanischen Geschichte vorher nicht. Das verbrecherische dreier Bündnis von den zuständigen Staatsbeamten (vor allem Ministerium für Industrie und Handel), den regierenden Politikern und den Verantwortlichen der Stromkonzerne, das vom Anfang an die Bürger betrogen, Ihnen die wirklichen atomaren Gefahren vertuscht hat und trotz der Fukushima-Katastrophe noch versucht, die bestehenden AKW in Japan weiter zu betreiben, wird nun immer mehr von den wütenden protestierenden Bürgern gedrängt. Ob Japan tatsächlich die Energiewende ohne Atomkraft in baldiger Zukunft schafft, weiß niemand. Aber irgend etwas ändert sich in den Herzen von vielen Japanern. Das ist einfach beeindruckend. Und all das hat mich dazu veranlaßt, meine Vortragsreise fortzusetzen, um den engagierten Freundinnen und Freunden in Deutschland von diesen neuen Entwicklungen in Japan zu berichten und sie zur Verstärkung der weltweiten Anti-Atombewegungen aufzurufen. Aus Fukushimas zerstörten Reaktorengebäuden gehen immer noch hochgefährliche radioaktive Substanzen in die Luft, in die Erde und ins Meer. Und es bleibt uns nichts anders übrig, bloß zuzusehen, wie unsere schöne Erde und unsere Menschenleben verseucht werden. Nach vielen zuverlässigen wissenschaftlichen Forschungsberichten bestehen durchaus Möglichkeiten von weiteren großen Erdbeben in jedem Augenblick in Japan und wenn das kommt, dann wird das völlig marode vierte Reaktorgebäude in Fukushima zusammenbrechen und daraus wird es vermutlich, von den gesamten Volumen der dort gelagerten radioaktiven Substanzen her gesehen, noch größere Explosionen und Verseuchungen als der 11.März 2011 geben. Das wäre dann totales Ende Japans. Wir werden fast das ganze Land durch die Verseuchung verlieren. Aber nicht nur in Japan, sondern auch die ganze Welt wird in Mitleidenschaft gezogen. Auch Europa ist ständig von atomaren Katastrophen bedroht. Es gibt in Frankreich die meisten Reaktoren und keiner kann garantieren, daß dort niemals ein Super-GAU ausbrechen würde......abgesehen von den zahlreichen kleineren Unfällen, die die Verantwortlichen in Frankreich immer wieder vertuscht bzw. verharmlost haben. Sofern hat z.B. der Atomausstieg Deutschlands wenig Sinn, da alle benachbarten Länder bei einem größeren Unfall sofort und unmittelbar in Mitleidenschaft gezogen werden. Daher will ich das deutsche Publikum ansprechen, daß wir jetzt wirklich weltweit solidarisch gegen alle AKW-Betreiber kämpfen müssen. Wir müssen dringend und viel stärker gewissenhafte Ärzte und Fachwissenschaftler dazu aufrufen, Bürger aufzuklären, wie extrem wir alle Menschen durch Atomkraftwerke gefährdet sind.
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Appell an Stena Line (Fr, 10 Aug 2012)
"Sehr geehrte Damen und Herren, Mitte August 2012 wollen Sie den Prozess zur Übernahme von Fährrouten der Reederei Scandlines abgeschlossen haben. In der jüngeren Vergangenheit wurde offensichtlich, das Scandlines auf ihren Fähren seit Jahren radioaktives Material zwischen Deutschland und Schweden und vice verse transportiert und so z. B. absichert, dass das AKW Gundremmingen weiter betrieben werden kann. Doch nicht nur dieses, sondern u. a. auch die AKW Brokdorf und Emsland. Und dann wären da noch die unzähligen Transite, z. B. in die vielen AKW nach Frankreich ... Das alles allein und mehr bereits im Jahr 2012. Stena Line übernimmt diese Fährverbindungen. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich gesellschaftlich wie politisch für die Energiewende und somit gegen die Nutzung der Kernenergie entschieden – und zwar sehr deutlich. Niemand zwingt die Betreiber der hiesigen Atomanlagen, den Betrieb bis zum von der Politik bestimmten Termin fortzuführen. Stattdessen sind sie frei zu entscheiden, den Betrieb lieber heute als morgen einzustellen. Und Sie können sie dabei unterstützen, indem Sie ein klares Bekenntnis zur Energiewende abgeben. Die Reederei Stena Line hat in diesem Jahr 50jähriges Jubliäum gefeiert. Wenn man auf diese geschichtlich vergleichsweise kurze Zeit zurückblickt, ob nun als Schiffsbegeisterter oder Umweltinteressierter, lassen sich viele kleine und große Veränderungen feststellen. Ein Jahr vor der „Geburt“ der Stena Line trat das erste AKW in Deutschland, das Kernkraftwerk Kahl, seinen Dienst an. Ihm folgenden viele weitere, u. a. auch das AKW Gundremmingen, das ein Jahr vor der Inbetriebnahme der Stena-Fährroute Kiel - Göteborg in Betrieb genommen wurde und dessen neuere Teile bis in die Gegenwart betrieben werden. Wir, das Anti-Atom-Bündnis NordOst, appellieren an Sie: Treten Sie das „Atom-Erbe“ von Scandlines nicht an! Lassen Sie uns gemeinsam diesen großen, einmaligen Schritt in der Geschichte gehen und unterstützen Sie die Energiewende durch den Verzicht auf die Beförderung radioaktiven Materials auf Ihren Schiffen. Mit freundlichen Grüßen vom Anti-Atom-Bündnis NordOst http://www.lubmin-nixda.de/ 10.08.2012"
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Tour de Natur fährt nach Lubmin (Fr, 13 Jul 2012)
Die Tour de Natur 2012 startet in Halle an der Saale als Demo-Radtour mit 100 bis 150 TeilnehmerInnen und endet in Greifswald. Termin: 22. Juli bis 4. August Am 4. August ist sie um ca. 13 Uhr vor dem Zwischenlager Lubmin zu einer kurzen Kundgebung und ab 14 Uhr in Lubmin am Strand zur Mittagspause und zum diskutieren, radelt dann ca. 15.30 weiter nach Greifswald. Wer mitradeln und mitdemonstrieren will ist jederzeit herzlich willkommen. Schön wäre es wenn Anti-Atom-Aktive die Fahrradtour am Zwischenlager empfangen wollen und dann am Strand auch mitdiskutieren. Ein paar Aktive vom Anti-Atom-Bündnis-Nord-Ost sind auf alle Fälle bei der Tour dabei.
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